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„Das ’Habenwollen‘ macht den Preis!“

Autos als Wertanlage – ein Bericht in der Kronen Zeitung von Sandra Nemetschke

Auto-Concierge Stefan Oberhuber hat uns über Chancen und Risiken aufgeklärt.(Bild: Maurice Shourot)

Im Rahmen der „Krone“-Serie „Geld anders anlegen“ hat uns Oldtimer-Experte Stefan Oberhuber aus Dornbirn Einblick in einen PS-starken Investitionsmarkt gegeben.

Mit dem nötigen Budget könne ein Oldtimer ein spannendes Investment sein, erklärt Stefan Oberhuber. Sogar Renditen im zweistelligen Bereich seien möglich. Wirklich rentieren würde sich die Sache jedoch erst ab einem sechsstelligen Investitionsbudget, denn man dürfe bei einem Auto die Fixkosten nie außer Acht lassen – es muss bewegt und in Schuss gehalten werden.

Limitierte Sondereditionen, besondere Fahrgestellnummern oder prominente Vorbesitzer treiben den Preis in die Höhe.(Bild: Maurice Shourot)
Limitierte Sondereditionen, besondere Fahrgestellnummern oder prominente Vorbesitzer treiben den Preis in die Höhe.(Bild: Maurice Shourot)

Sogenannte Scheunenfunde, also Autos, die seit Jahren irgendwo herumstehen und verwahrlosen, bringen nur Geld ein, wenn sie etwas Besonderes sind: „Sonderserien und bestimmte Fahrgestellnummern – etwa der erste jemals ausgelieferte Wagen einer Serie – oder prominente Vorbesitzer können den Preis eines auch nicht so gut erhaltenen Oldtimers in die Höhe treiben.“

In unseren Breitengraden würde man Oldtimer eher aus Liebhaberei statt als Anlageform sammeln. (Bild: Maurice Shourot)

Auch in Vorarlberg werden Boliden gern gesammelt. Beweggrund sei dabei aber eher die Liebhaberei als eine Wertanlage. Sollte man sich jedoch entscheiden, aus monetären Gründen in Autos zu investieren, sei es wichtig, die Emotion außen vor zu lassen und erfahrene Experten zu Rate zu ziehen. Denn wo Geld zu machen ist, lassen auch Betrug und Abzocke nicht lange auf sich warten. Daher empfiehlt es sich, das Objekt der Begierde genau zu prüfen und bereits vor dem Kauf zu investieren: in vertrauensvolle Kuratoren, die den Markt kennen. Das schützt vor Fehlkäufen und gut gemachten Fälschungen.

Eine gute Adresse wäre im benachbarten Liechtenstein zu finden. Die „Fritz Kaiser Group“ betreut wertvolle Oldtimersammlungen und verfügt über profundes Know-how. Für Autoinvestoren mit schmaleren Budgets rät Oberhuber zu „Youngtimern“ – zum Beispiel ein Mazda MX5 oder ein Audi TT der ersten Serie ohne Heckspoiler. Zudem lässt sich auch mit exklusiven Neuwagen Geld machen.

Mit einem limitierten Porschemodell etwa könne man nichts falsch machen, so der Experte. „Das ist ein super Sportwagen, den man auch im Alltag einsetzen kann. Deutsche Wertarbeit – und die Fixkosten sind noch leistbar.“ Auch Ferraris seien am Markt sehr beliebt. „Die Modelle aus den 80er-Jahren, wie ’Magnum’ einen gefahren ist, sind noch unterbewertet. Mit etwas Geduld ziehen sie aber sicher einmal nach.“

Mit bekannten Marken, wie Porsche oder Aston Martin (Foto) würde man nichts falsch machen, meint der Autoexperte Stefan Oberhuber. (Bild: Maurice Shourot)

Ein spezielles Modell, das Mitte des Jahres herauskommen wird, ist der „Project One“ von AMG. Der Formel 1-Bolide mit Straßenzulassung kostet stolze 2,3 Millionen Euro. Zudem müssen die Käufer nach AMG-Vorgaben das Auto mindestens drei Jahre behalten, bevor sie es weiterverkaufen. Doch Insider wissen, dass die Weiterverkaufs-Deals unter der Hand schon jetzt ausgearbeitet werden – für noch höhere Beträge. „Der Wagen ist ein Meisterstück und streng limitiert, das macht ihn so begehrenswert.“ 

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